Das Containerprojekt

Die Sommerferien standen für unseren Förderkreis ganz im Zeichen eines Containers für Saponé-Marché. Ausgangspunkt dieses Projektes waren die bei der Sanierung des Bildungszentrums ausrangierten, noch relativ gut erhaltenen Schulmöbel, die die Stadt Rheinstetten für Burkina Faso zur Verfügung gestellt hatte. Diese Möbel werden in den Schulen unserer Partnergemeinde dringend benötigt und sind von weit besserer Qualität als alle, die man vor Ort erwerben kann. Mit unermüdlichem Einsatz und großer Beharrlichkeit gelang es unserer Vorsitzenden, Rosemarie Peregovits, für den teuren Transport nach Burkina Faso Fördermittel des Bundesministeriums für wirtschaftliche und entwicklungspolitische Zusammenarbeit zu erhalten. So muss der Förderkreis zwar nur 25% der Kosten für den Transport selber tragen, aber hinzu kommen noch die Ausgaben für den gebrauchten Container selber. Dieser wurde vom Förderkreis gekauft und kann später als Lagerraum in Saponé-Marché genutzt werden. Diese Anschaffung und der gesamte Transport wurde nur dank zahlreicher Spenden möglich, darunter einer Großspende von 4.000€ der Firma Lincon AG. Weil der Container genügend Raum und Platz bot, konnte diese Möglichkeit genutzt werden, um für unsere Förderprojekte dringend benötigte Materialien mitzuschicken. So kann die Krankenstation mit medizinischen Hilfsmitteln, Liegen, Verbandsmaterialien,  Rollstühlen, Rollatoren, Inhalatoren, Brillen, Decken usw. unterstützt werden. Das Städtische Klinikum Karlsruhe hat zwei ausrangierte, jedoch voll funktionsfähige Dialysegeräte kostenlos zur Verfügung gestellt. Diese Geräte werden einer Klinik in Ouagadougou überlassen, mit der der Förderkreis seit einiger Zeit Beziehungen durch die unterstützten Dialysepatienten unterhält. Durch einen Aufruf in „Rheinstetten aktuell“ trennten sich einige Bürgerinnen teilweise schweren Herzens von ihren alten Nähmaschinen, die in unserer Partnergemeinde sicher große Freude auslösen werden. Auch viele warme Jacken und Decken wurden gespendet. Für das Projekt „Ausbildung arbeitsloser Jugendlicher im ökologischen Landbau“ wurden für das vielversprechende Tröpfchenbewässerungssystem dringend benötigte Schläuche und Verbindungsstücke eingepackt. Unter der fachmännischen Leitung von Clemens Hauk und Gerald Peregovits ging es dann ans Laden des Containers. Dankenswerterweise waren viele Helfer zur Stelle, die auch schon zuvor die Schulmöbel auseinandergeschraubt hatten. Um dem Container ein „Gesicht“ zu geben, wurde er mit dem Logo und der Aufschrift des Förderkreises versehen. Am 06. September machte sich der Container auf die lange Reise nach Saponé-Marché, wo er am 20. November ankam. Im Beisein der Delegation aus Rheinstetten wurde der Container am 24. Januar 2020 geöffnet und von vielen Helfern ausgeladen. Wir danken ganz herzlich allen, die dieses Projekt durch Spenden und Mithilfe so tatkräftig unterstützt haben.

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Rundbrief Juli 2019

Liebe Mitglieder, liebe Paten, liebe Freunde, ein spannendes erstes Halbjahr liegt hinter uns und ein ebenso spannendes vor uns. Seit dem Rundbrief im Dezember 2018 hat sich viel ereignet. Höhepunkte in Rheinstetten waren die Mitgliederversammlung und unsere Rad-Börse. Das aktuelle Top-Ereignis in Saponé ist der Baufortschritt des beruflichen Ausbildungszentrums. Rundbrief Juli 2019

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8. Afrika-Abend im LWG Rastatt

Das Ludwig-Wilhelm-Gymnasium in Rastatt veranstaltete am 26. Juni 2019 den 8. Afrika-Abend zugunsten der Projekte unseres Förderkreises. Trotz wahrlich afrikanischer Temperaturen war die Aula voll besetzt. Die Besucher zeigten sich begeistert von dem großen und seit 12 Jahren andauernden Engagement der Schule  für die Projekte in Saponé Marché. Die Schülerinnen und Schüler gestalteten ein abwechslungsreiches Programm mit musikalischen, tänzerischen, sportlichen und schauspielerischen Darbietungen. Für das leibliche Wohl sorgten zwei Klassen mit kühlen Getränken und Kuchen sowie der Förderkreis mit leckerem Couscous-Salat. Christa Volkmann informierte anhand von Bildern sowohl über die Verwendung der Spenden durch die LWG-Veranstaltungen der vergangenen Jahre als auch über das aktuelle Projekt des beruflichen Ausbildungszentrums für Elektriker und Metallbauer. Die Spenden des Abends sollen für die technische Grundausstattung des Lehrerzimmers verwendet werden, z.B. für PC, Drucker und Beamer. Sie dankte der Schulleitung, den Mitwirkenden und insbesondere der Organisatorin des Abends, Frau Katharina Lehnkering, für ihren enormen Einsatz und drückte die Hoffnung aus auf weitere Benefiz-Abende zugunsten von Burkina Faso.  

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Das Berufsbildungszentrum (BBZ)

  Der Bau des BBZ macht Fortschritte. Dafür wurden in den letzten Wochen vor Ort 17.000 Ziegel von Hand hergestellt. Zwar hatte die Bevölkerung Sand für deren Herstellung gesammelt, aber leider war dessen Qualität für die Ziegelherstellung nicht ausreichend, so dass noch Sand dazugekauft werden musste. Der gesammelte Sand kann aber für andere Bautätigkeiten genutzt werden. Neben dem für die Baustelle nötigen Brunnen wurden zwei Becken mit einem Fassungsvermögen von jeweils 1.000 Litern errichtet. Der Ziegelhersteller beauftragte Frauen, Wasser zu pumpen und diese zu füllen. Aber am nächsten Morgen waren diese Becken halb leer und es hat sich herausgestellt, dass die Esel des Dorfes sich nachts versammelt hatten, um zu trinken. So musste schnell ein Zaun errichtet werden. Inzwischen sind die Gräben für die Fundamente der Gebäude ausgeschachtet. Diese Arbeit war mit Schwierigkeiten verbunden und dauerte länger als geplant, da sich der Untergrund als felsig herausgestellt hatte. Die Gräben sind nun mit Beton ausgegossen, so dass die Wände gemauert werden können. Natürlich verursachen der Zukauf von Sand und von Zäunen und die Mehrarbeit weitere Kosten. So ist der Förderkreis gerade für dieses wichtige Projekt auf viele Spenden angewiesen. Informationsveranstaltungen für das BBZ Da in Saponé Marché eine schulische Berufsausbildung gänzlich unbekannt ist, organisiert unser Partnerverein zur Zeit Informationsveranstaltungen. Berufsschullehrer aus der Hauptstadt kommen nach Saponé Marché, um sowohl Schüler und Schülerinnen im Collège als auch in der letzten Klasse der Grundschule über die neue Schule zu informieren. Wichtig ist dabei, dass das handwerkliche Ausbildungszentrum auch für Mädchen offen sein wird.

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Info-Abend und Mitgliederversammlung

Informationsabend und Mitgliederversammlung: Der Förderkreis Burkina Faso berichtet über seine Arbeit für Saponé Marché Auch in diesem Jahr konnte sich der Förderkreis Burkina Faso e.V. Rheinstetten über ein großes Interesse an seiner Informationsveranstaltung freuen. Viele Zuhörer waren ins Gemeindehaus St. Ulrich gekommen, um dort dem Bericht der Reisedelegation zu folgen und anschließend Fragen zu stellen. Die drei Vorstandsmitglieder Rosemarie Peregovits, Christa Volkmann und Gudrun Gräßer-Crocoll hatten im Januar die Partnergemeinde Saponé Marché besucht, um dort mit den Verantwortlichen das neue Projekt „Bau eines Berufsausbildungszentrum“ auf den Weg zu bringen. Dieses Zentrum soll eine Ausbildungsstätte für Elektriker und Metallbauer werden und sowohl Jungen als auch Mädchen offenstehen. Nachdem das Bundesministerium für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit im Dezember 2018 Fördermittel dafür bewilligt hatte, galt es, Absprachen mit dem Partnerkomitee und dem zuständigen Ministerium zu treffen, damit nun mit den Baumaßnahmen begonnen werden kann. In ihrem Beitrag erklärte Rosemarie Peregovits auch, wie wichtig es ist, den Gepflogenheiten des Gastlandes zu folgen. So muss jeder Aktivität vor Ort erst ein Besuch beim Naaba, dem Dorfkönig, vorausgehen – selbst wenn es sich um einen Kondolenzbesuch bei der Familie des im Oktober verstorbenen Komiteemitglieds Pierre Samné handelt. Über die Ausbildung junger Menschen zu Gemüsegärtnern berichtete Christa Volkmann. Nach der Fertigstellung des Regenrückhaltebeckens und mehrerer Schöpfbrunnen hatte der Förderkreis jungen Männern eine Ausbildung im ökologischen Gartenbau ermöglicht; danach waren ihnen Parzellen rund um das Staubecken zugeteilt worden. Sie konnten der Delegation nun stolz von zwei bis drei reichhaltigen Ernten berichten, die ihnen gute Erträge eingebracht hatten. Ein Gespräch mit ihrem Ausbilder, einem Agrarökonomen, zeigte, dass aber dringender Ausbildungsbedarf im Wassermanagement besteht, damit das gespeicherte Wasser über längere Zeit reicht. So wurde gegenüber dem Förderkreis der Wunsch geäußert, bei neuen Parzellen Tröpfchenbewässerung einzuführen und die jungen Gemüsebauern in dieser Bewässerungsart auszubilden. Dafür benötigt man allerdings spezielle Schläuche und Motorpumpen. Der Förderkreis wird deshalb die Gärtner nach Möglichkeit weiterhin unterstützen, um die Nachhaltigkeit des Projektes zu gewährleisten. Gerade dieses Projekt hilft jungen Menschen, eine Perspektive im eigenen Land zu sehen, weil sie sich und ihre Familien dadurch ernähren können und nicht gezwungen sind, eine ungewisse Zukunft in der Hauptstadt Ouagadougou, in Nachbarstaaten oder gar in Europa zu suchen. Das Projekt „Frauenförderung“ stellte Gudrun Gräßer-Crocoll vor. Sie konnte von den ersten guten Erfahrungen mit dem Alphabetisierungskurs berichten, den letztes Jahr 30 Frauen erfolgreich absolviert hatten. Damit waren die Voraussetzungen geschaffen, vom Förderkreis einen Mikrokredit zu erhalten, der je nach Geschäftsbereich zwischen 100€ und 500€ lag, wobei der Förderkreis dafür insgesamt 10.000€ zur Verfügung stellte. Damit ging ein langgehegter Wunsch der Frauen in Erfüllung. Seit Februar lernen nun weitere 30 Frauen lesen, schreiben und rechnen. Sie werden danach ihre Kredite aus der Rückzahlung der ersten Teilnehmerinnen erhalten. Dem Informationsabend vorausgegangen war die Jahreshauptversammlung des Vereins. Hier erläuterte nach dem Tätigkeitsbericht des Vorstands der Schatzmeister Georg Eich detailliert seinen Kassenbericht und konnte auch für 2018 ein erfreulich hohes Spendenniveau feststellen. Die Kassenprüfer Marianne Krug und Gerald Peregovits bestätigten ihm eine einwandfreie Verwaltung der Finanzen und so wurde der Schatzmeister ebenso wie der gesamte Vorstand einstimmig entlastet. Rosemarie Peregovits bedankte sich bei den Teilnehmern, die durch ihr Kommen auch ihre Wertschätzung für die Arbeit des Vorstands ausgedrückt hätten.

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Rad-Börse 2019

Fahrräder für einen guten Zweck Nach dem Erfolg in den vergangenen Jahren hatte der Förderkreis Burkina Faso e.V. Rheinstetten auch in diesem Jahr wieder zu einer Rad-Börse eingeladen. Das sonnige Wetter ließ viele Bürger und Bürgerinnen bereits im Februar an die Fahrradsaison denken, und so wurden dieses Mal 175 Fahrzeuge zum Verkauf angeboten. Punkt 10 Uhr am vergangenen Samstag stürmte eine große Anzahl von Interessenten das Gemeindehaus von St. Ulrich in Mörsch. Sie konnten dort alles finden, was Räder hat: Neben allen Arten von Fahrrädern gab es verschiedene Kinderfahrzeuge, Kinderwagen, Rollschuhe, aber auch Rollatoren und Rollstühle. Der Förderkreis war dabei Vermittler: Von dem vom Verkäufer festgesetzten Preis erhielt er 15 % als Vermittlungsgebühr. Ganz besonders freute sich der Veranstalter über die große Zahl vollständig gespendeter Fahrzeuge, da hier der gesamte Verkaufserlös dem Ziel der Rad-Börse zugutekam. Mit den Einnahmen können nun Fahrräder für Schülerinnen und Schüler beschafft werden, die in der Partnergemeinde Saponé Marché Schulwege von bis zu 12 km haben. Im Namen dieser Kinder sagt der Förderkreis allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön, insbesondere Elli und Hans Reinbold, deren perfekte Organisation der Veranstaltung diesen Erfolg erst möglich machte! Fahrradübergabe Januar 2019

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